Weißes Papier

Sonntag, 5. Februar 2012 10:53

“Ja!” “Reene?” “Ja.” “Hannah hier.” “Oh, das freut mich.” “Ja?” “Ja.” “Hört man aber gar nicht.” “Ich weiß, aber arbeite dran.” “Ach so.” “Wie geht’s dir?” “Gut und selbst?” “Jetzt besser.” “Bin ich zu früh?” “Wofür?” “Zum Anrufen?” “Meinst du jetzt oder überhaupt?” “Jetzt.” “Wenn, dann wäre die Frage jetzt eh zu spät.” “Stimmt.” “Aber nein, ich bin schon seit halb 6 wach.” “Oh.” “Ist öfter so.” “Na dann kennst du das ja. Hast du heute schon was vor?” “Nein.” “Gar nichts?” “Nein, nur irgendwann etwas essen und vielleicht noch in den Wald gehen.” “Wald?” “Ja Wald.” “Wo wohnst du denn?” “Am Hafen in Waren.” “Da ist Wald?” “Nein, aber nur 15 Minuten Fußweg.” “Wartest du noch 45 Minuten?” “Warum?” “Dann komm ich mit.” “Fischerstr. 1″ “Gut bis gleich.” “Ja, ich freu mich.”

Klack.
 
 
…wie krieg ich jetzt 45 Minuten rum?*
 
 

*…jetzt sind’s ja eh nur noch 30… 29:30… 29…

...eigentlich gut?

Gegenwart

Sonntag, 5. Februar 2012 1:29


 
 
 
Jetzt bin ich Gegenwart und deine Zukunft, aber morgen ist heute gestern und jetzt ein Moment, der sich nie wieder ändert und mit viel Glück eine Erinnerung wird. Deine Gegenwart ist Vergangenheit und die Zukunft wird meine.

...eigentlich gut?

Gespenster

Samstag, 4. Februar 2012 21:48

...fremde Federn

Begegnung

Samstag, 4. Februar 2012 13:25

Die Mittagssonne scheint.
Mit dem Schnee kriegt die Stadt sogar etwas Ansehnliches.
Ich beschließe mir Kaffee zu holen und eine kleine Runde zu drehen.
Vor der Haustür steht ein kleines Mädchen und sieht mich mit großen Augen an.
Ich zwinkere ihr zu.
Von der anderen Straßenseite ruft die Mutter dem Mädchen zu.
Das Mädchen winkt mir zu und läuft zu ihrer Mutter.
Ich zuppel meine Kopfhörer zurecht.
DJ Bene – House WarmUP @ CafeWaldi.
Arschwackelmusik.
Ein schwarzer Golf fährt die Marktstraße hoch.
Im Maklerbüro sitzt wie fast immer diese unscheinbare Person.
Vor der Bank steht die Mutter und das kleine Mädchen.
Der Golf will in die Große Grüne Straße einbiegen.
Das Hupen höre ich trotz Kopfhörern.
Ich stehe mitten auf der Straße.
Die junge Frau im Golf hebt die Arme und schüttelt den Kopf.
Sie hat eine grüne Mütze auf.
Ich zucke mit den Schultern und grinse.
Die Mutter hält ihre Tochter an der Schulter fest.
Ich gehe weiter.
Der Golf fährt weiter.
Das Mädchen sieht mich an.
Ich zwinkere ihr nochmal zu und auch der Mutter.
Weiter über den fast leeren Markt.
Der Postmann mit den kurzen Hosen flitzt um die Ecke.
Heute mit Jacke.
Aus dem Tabakladen kommt mein Nachbar. Ich glaube, er ist betrunken.

“Tag, wie geht’s?”
“Gut und selbst.”
“Gut.”
“Na dann.”

Zu Rossmann müsste ich noch, mein Putzkram ist heute fast alle geworden.
Montag.
Moni hastet an mir vorbei.
“Keine Zeit, wir sehen uns im Laden?”
“Ja klar, schönes Wochenende.”

Komische Menschen sind hier in der Stadt.
Stiernacken, alte Ehepaare, Hasen und ein Harald.
Die Mutter und ihr kleines Mädchen kommen mir entgegen.
Die Kleine winkt.
Ich auch.
Ich gehe nochmal in den Buchladen.
Vor einem Regal steht eine Frau mit einer grünen Mütze.
Eine grüne Beanie.
Meine ist grau und etwas zu groß.
Ich gehe zu den Karten.
Die Frau steht vor den Romanen und blättert in einem Buch.
Ich brauche eine Karte, die ich zum Anstubsen verschicken kann.
“Kann ich ihnen helfen?”
“Nein, ich gucke nur.”

Die junge Frau geht auf die Buchhändlerin zu.
“Würden Sie mir dann mal bitte helfen?”
“Natürlich.”

Sie sieht mich ganz kurz an und lächelt.
Ich blicke schnell zu den Karten.
Ein junges Pärchen kommt in den Laden.
Ich entscheide mich für keine Karte. Die wäre wahrscheinlich eh umsonst.
“Tschüß und schönes Wochenende.”
“Danke, auf Wiedersehen.”

Die junge Frau mit der grünen Beanie unterhält sich mit der anderen Buchhändlerin.
In der Stadtbäckerei begrüßt mich die Verkäuferin mit den blonden Strubbelhaaren.
“Das Übliche?”
“Ja.”
“3,15.”
“Bitte.”
“Danke, und guten Durst.”
“Bis morgen und schönen Samstag noch.”
“Danke.”

Kopfhörer wieder auf.
Am Wasser ist es sehr hell.
Schnee auf dem Eis.
Wenig Menschen sind um diese Zeit hier unten.
Ein älteres Ehepaar mit roten Wangen schlendert Hand in Hand an mir vorbei.
Sie lächeln.
Ich lächele.
Am Hafen kommt mir eine Gruppe Jugendlicher entgegen.
Ein Lehrer scheint sehr genervt zu sein von ihnen.
Ihnen ist das egal.
Lehrer sind Schülern immer egal.
Feindbild.
Gott hat das so festgelegt.
Ich krieg heute noch Bauchschmerzen, wenn ich Lehrer sehe.
Komische Menschen.
An meinem Haus schiebt meine Nachbarin mit ihrem Kinderwagen los.
Ich geh nochmal zu Edeka.
Ich brauch was zum Schnuckeln.
Obst.
Am Obstregal vor den Mangos steht die junge Frau mit der grünen Beanie.
“Nur Flugmangos schmecken wirklich gut.”
Sie sieht mich an: “Flugmangos?”
“Ja, Flugmangos.”
“Alles klar, Danke.”

Sie geht.
Ich packe mir ein paar Äpfel ein.
Milch kann ich wohl auch nach den Ferien noch kaufen.
Häagen Dasz, Nougat, Äpfel, Kekse.
An der Kasse grinse ich den Kassierer an.
“Na, arbeitest du wieder durch.”
“Ja, einer muss ja.”
“Immer dieselben oder?”
“Ja, 9,97 bitte.”

Ich reiche einen Zehner rüber.
“Kassenzettel?”
“Nee.”
“Auf Wiedersehen.”
“Tschüss.”

An der anderen Kasse zahlt die junge Frau mit der grünen Beanie.
Ich packe meinen Kram ein und bringe meinen Korb weg.
Die Tür öffnet sich für uns beide.
Ich lasse ihr den Vortritt.
“Danke.”
“Bitte.”
“Flugmango ja?”
“Ja probiere die mal aus.”
“Ich werde mir das merken, Tschau.”

Die junge Frau mit der grünen Beanie dreht sich um und geht Richtung Fahrradladen.
Ich steh noch vor der Tür und starre ihr hinterher.
Ein alter Mann mit seinem Rollator schiebt mich zur Seite.
“Steh nicht im Weg rum, Junge.”
“Ähm, ja, sorry.”

Ich denke: ‘Reene, mach was!’
Gegenüber kommt die Mutter mit ihrer kleinen Tochter vorbei.
Die Kleine winkt mir wieder zu.
Ich sehe Richtung Fahrradladen.
Die junge Frau bleibt vor dem Schaufenster des Brillenladens stehen.
Ich gehe zügig dorthin.
Sie dreht sich um und kommt mir entgegen.
Ich bleibe stehen.
“Hallo.”
Sie bleibt stehen: “Ja?” und lächelt.
“Hast du Lust auf einen Kaffee?”
“Ja.”
“Oh, toll.”
“Aber ich habe keine Zeit mehr.”
“Oke, na dann.”

Ich will gehen.
“Ein anderes Mal?”
“Ja?”
“Ja. Gib mir mal deine Nummer.”

Sie holt ihr Telefon aus der Tasche.
“Sag an!”
“0176″
“Sagst du mir vorher deinen Namen?”
“Reene.”
“Reene?”
“Ja. R Doppel-e n e”
“Wenn du das sagst.”
“Ja.”
“Weiter.”
“017699293969″
“Gespeichert.”
“Oke.”
“Ich ruf dich dann mal an.”
“Bitte.”
“Dann wünsch ich dir einen schönen Tag.”
“Ja ich dir auch, bis dann.”

Sie sieht mich an: “Ich bin übrigens Hannah, nur falls dich das interessiert.”
“Ähm, ja klar.”

Sie lächelt, sieht mich noch einmal an, dreht sich um und geht.
Ich steh vor dem Brillenladen und sehe ihr hinterher bis sie weg ist.
Ich hätte sie ein Stück begleiten können, sie geht in meine Richtung.
Der Alte mit dem Rollator geht an mir vorbei.
Spuren im Schnee.
Ich gehe nach Hause.
‘…hatte sie grüne Augen?’
Ich bin nur ganz kurz in meiner Wohnung und packe mein Zeug aus.
Mein Telefon blinkt.
Unbekannte Nummer.
Festnetz. Mutter, jetzt nicht!
Ich gehe jetzt mit ganz viel Musik und guter Laune in den Wald.

Wir sehen uns…

...eigentlich gut?

It’s you, it’s you, it’s all for you

Freitag, 3. Februar 2012 18:30

it__s_you__it__s_you__it__s_all_for_you_by_mihray

It’s you, it’s you, it’s all for you by *Mihray

Wundervolles Bild von Miah… passt zu den Temperaturen und irgendwie gerade auch mal wieder zu allem.

Danke

...fremde Federn

Ferien

Freitag, 3. Februar 2012 16:24

todo

…na ja und den Honig, den ich heute ums Maul geschmiert bekommen habe, noch irgendwie wieder abbekommen…

Ich bin so toll und sie brauchen mich und überhaupt… nur Scheiße, dass ich mir dafür auch nix kaufen kann…

...eigentlich gut?, ...Kasten

Kiss me

Freitag, 3. Februar 2012 0:52

…ich hab ja schon gesagt, dass ich “Bad As me” mag… sehr sogar… läuft seit einigen Stunden.

Danke Tom

...eigentlich gut?, ...Querbeat!

20 Jahre

Donnerstag, 2. Februar 2012 21:16

1992 2012

Ich wollte nie sein, wie ich heute bin, aber es tut auch nicht weh. Das hab ich in letzter Zeit schon öfter im Kopf gehabt, letztens im Unterricht rausgelassen, als wir beim freien Thema über Autos, Saufen und Rasenmäher die letzte ¼ Stunde rumpalaverten.

Vielleicht hätten wir uns vor 20 Jahren nicht selbst so eine Angst vor 40sein aufbauen sollen? Ich mein: mein Vater war damals kurz nach 40 und es drehte sich um Ruhe, Saufen, Autos und Rasenmäher. Gut noch einiges mehr, das aber zu lange her ist, um noch erzählenswert zu sein. Ich wollte anders werden. Eigentlich wohl nie 40 oder so? Nun kam das – das Paradoxum Zeit wird an anderer Stelle mal wieder thematisiert – einfach so und nachdem ich auch den Zwischendrinzustand (Übergewicht und keine Frisur trotz Haaren) beseitigt habe, fühl ich mich anders. Wobei, wie in der Physikvorlesung gelernt, es ja immer auf den Standpunkt ankommt. Besser gesagt auf einen Nullpunkt um einen Vergleichswert zu haben. Wie anders? Als wer? Warum? Gute Frage. Ich hab keine Antwort. reene.de

20kg erspar ich der Welt ;)

...eigentlich gut?

Plopp

Donnerstag, 2. Februar 2012 1:54

Man könnte sagen: “Es ist spät.” Könnte man, denn es ist seit ein paar Stunden dunkel. Allerdings ist es wohl eher früh. Miles Davis spielt “Sketches of Spain”. Der Duft von frischgebrühtem Kaffee liegt in der Luft. Mir fehlt grad in diesem Augenblick eine Zigarette. Ich werde wohl wieder anfangen zu rauchen. Die Nächte sind doch anders. Rauchend. Die Gedanken auch. Die Stille wird nur von dieser Trompete begleitet. Der Geruch von Kälte strömt durchs geöffnete Fenster in mein Zimmer. Frische. Ich werde doch nicht wieder anfangen zu rauchen. Die Luft ist einfach besser ohne Zigarette. Die Gedanken auch. Die Zeit vergeht und steht doch. Für mich ist es Freiheit, nachts wach zu sein. Meine Gedanken kreisen, schweben, fliegen, rasen, schlendern. Intensiv, verloren, melancholisch, lachend, böse, autistisch, fragend, hoffend, fröhlich, verrückt. Unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Egoistisch. Ich werde morgen, wie in den letzten Tagen zu oft, müde sein. Wobei morgen eigentlich schon heute ist, denn in 4 Stunden klingelt mein Wecker, wenn ich jetzt schlafen gehe. Wenn ich jetzt nicht schlafen gehe, klingelt er auch in vier Stunden. Dem Wecker ist es also völlig egal. Der wartet doch die ganze Nacht darauf, irgendwann am Morgen seinen widerwärtigen Piepton in mein Ohr zu piepen. Also, muss er wohl nachts wach bleiben, um den Zeitpunkt nicht zu verpassen? Wann schlafen Wecker dann? Tagsüber? Man weiß es nicht. Ich sowieso nicht. Na ja und ist Wecker personifizieren schon der erste Schritt in Richtung Schizophrenie? Whoaa. Das ist ja mal eine Gedankenrichtung. Na ja ich rede mit mir auch in der dritten Person. Das ist Schizophrenie. Das Feine daran ist, dass es natürlich nie langweilig wird hier oder da oder eben dort, wo ich bin. Egal wie viele. Immer nur ich und meistens reicht das auch. Mir jedenfalls.

Ich geh jetzt petern.

Noch eine informelle Nachricht? Das Tom Waits Album finde ich toll… wobei sich da auch schon wieder die Frage stellt, wen interessiert das?

Klick, wenn dann.

...eigentlich gut?

Sweet Chilli Yum Yum!

Mittwoch, 1. Februar 2012 5:04

Ich lass den Tag mit Miss DJ POOKIE beginnen….

Endless Fantasie*

…ansonsten hab ich mal wieder viel zu wenig geschlafen und heute bin ich auch wirklich müde, müsste also noch, wälz mich aber schon seit ‘ner Stunde von rechts nach links, auf den Bauch, rechts, links… Klick auf den Wecker. Ja ist noch Zeit…

Noch ‘ne Langweiligkeit aus meinem Leben? Sammy’s Super Sandwich von Harry

*…was sonst? Lisbeth Salander wird mich durchschütteln. Ich weiß es.

...eigentlich gut?

Stop SOPA